Wildtaubenhaltung in der Wetterau
  Kaptäubchen
 
Kaptäubchen
(Oena capersis)




Verbreitungsgebiet: Beinahe ganz Afrika und Madagaskar

Größe:
so groß wie ein Diamanttäubchen, wirkt aber durch den langen Schwanz länger.

Fütterung: 60% Blattner´s Wachtel und Ziertaubenfutter, 30% Kanarienfutter und 10% Reis 

Überwinterung: Warm bei 13-17 Grad. Bitte darauf achten im Winter den Täuber von der Täubin zu trennen, die Täubinnen sind bei diesen Temperaturen sehr anfällig für Legenot. Wenn die Paare zusammen bleiben sollen, dann muss auf über 20 Grad hochgeheizt werden.

Geschlechtunterschiede: Kann man sehr gut voneinander unterscheiden. Die Täubinnen sind im Gefieder grau-hellbraun. Die Täuber haben einen schwarz gefärbte Latz. siehe Fotos

Brutzeit: 14 Tage, das Gelege besteht aus zwei Eiern

Vergesellschaftung: ist möglich. Kaptäubchen zeigten sich bei mir nur gegenüber Tambourintäubchen aggressiv.

Eigene Erfahrung: Ich halte jetzt seit 2006 Kaptäubchen! Tatsache ist das diese sehr schöne Wildtaube, selten in Volieren geworden ist. Sie wurden bis zum Importverbot zu Tausenden importiert, aber sie gingen auch zu Tausenden (durch falsche Haltung) wieder verloren. Ein Fakt der mich beschämt! Ich sah noch 2004 bei einem Händler ein Pärchen Wildfang für 25 € sitzen. Dadurch waren sie es in den Augen der meisten Käufer anscheinend nicht Wert, im Winter warm gehalten zu werden. Wenn die Tiere der Kälte zum Opfer vielen, war das ja nicht so schlimm, im Frühjahr gab es ja wieder frisch importierte Tiere für wenig Geld. Schlimm genug das man so viele Tiere in den Tot geschickt hat. Mir kommt es aber fast so vor, als gäbe es heute immer noch Menschen mit dieser Einstellung. Schade dass man nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernen will. Ich hoffe jedenfalls dass diese Menschen nie wieder die Gelegenheit bekommen, Kaptäubchen zu erwerben. 
Was haben wir nun davon? Kaptäubchen sind kaum noch zu bekommen, wenn dann mal ein einzelner Täuber. Wenn es nicht ein Paar Züchtern in Europa gelingt in punkto Kaptaubenzucht zusammenzuarbeiten, dann wird es diese Wildtaubenart nicht mehr lange in unseren Volieren geben.

Dies ist mein Komentar aus 2008 als ich diese Seite erstellte. Zu meinem erstaunen hat sich die Lage der Kaptäubchen wieder relativ entspannt, sie sind immernoch selten aber nicht mehr von verschwinden bedroht. Es gab wohl doch einige Züchter die die Nachzucht des Täubchens ernst nahmen. Ich lasse mein Komentar von 2008 trotzdem vorerst stehen, da einige Teile der Aussage noch immer zutreffen.


 

 
   
 
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